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Subnautica: Below Zero | Frostige Tiefen

Nach zwei Jahren hat Subnautica: Below Zero genug von Early Access Tauchgängen. Der Subnautica Nachfolger erscheint im Frühjahr 2021.

Videospiele und Wasser. Irgendwie ist das zu einer richtigen Hassliebe geworden. Einerseits sind Unterwasserwelten so ziemlich das faszinierendste, was unsere Erde zu bieten hat, andererseits sind einzelne Unterwasserlevel der reinste Horror für mich. Super Mario, Tomb Raider, Rayman, Gris, Jedi Fallen Order, Uncharted. Immer denke ich, „wieso? Es war doch bis grade noch alles gut!“ Dieses kaum Vorwärtskommen, die oft leeren Welten, schlechte Sicht, enge Passagen. Dieses sinnlose Umhergeschwimme. Ich werde wütend wenn ich nur daran denke.

Womöglich noch garniert mit der Aufgabe frühzeitig Luft zu schnappen. Als würden all diese Level nur integriert, um mich zu ärgern. Ein Unterwasserlevel-Komplott, gerichtet nur gegen mich. Das ist nen großes Ding, seit über 30 Jahren. Ich sag’s euch.
Anders verhält es sich mit kompletten Wasserwelten. Auch wenn ich mich an manche aus oben genannten Gründen noch nicht herangetraut habe, entsteht immer der gleiche Reiz diese wundersame Welt doch erkunden zu wollen. In Maneater habe ich mich dann endlich getraut. Vielleicht auch, weil ein Hai viel flinker durchs Wasser schießt, als es ein Mensch je könnte.

Zauberhafte Unterwasserwelt

Auch der Subnautica Nachfolger Subnautica: Below Zero schürt eben jene Gefühle der Faszination. Setzt sich gleich auf die Liste neben seinen Vorgänger, Abzu, Beyond Blue und Song of the Deep. Die reichhaltige Wasserwelt steht im Vordergrund, mit all ihren Bewohner_innen und Planzen. Sie will erkundet werden. Hier ist sie nicht bloß da, um mich zu ärgern, mich vom Ziel fernzuhalten. Nein, sie will, dass ich sie entspannt genieße, in ihr versinke, ihre Geheimnisse aufdecke. Und vielleicht ist es dann auch okay, mal nicht vorwärtszukommen.
Es ist zuweilen recht anstrengend mit meinem Kopf zu leben. Mal heißt es Hü, dann heißt es auf einmal nicht mehr Hü! Ich mein, hat der überhaupt mitbekommen, dass Unknown Worlds Subnautica in der Ego Perspektive gestalten? Kopf, du willst dass ich leide, oder?

Ein Jahr nach den Geschehnissen des ersten Teils, tauchst du in die Unterwasserwelt des Planeten 4546B ein. Ein völlig vereister Planet, der sein Farbspektrum an die Gegebenheiten anpasst. Unglaublich viele Blautöne, dunkles Grün und Lila dominieren die Sicht durch die Taucherglocke. Faszinierende Wesen schwimmen vor deiner Nase durch die bunte Fauna und vereiste Areale. Als Wissenschaftler_in bist du hier hergekommen, um außerirdische Artefakte genauer zu untersuchen. Über die Raumstation Vesper bekommst du Unterstützung in Form von Vorräten, Equipment, und Aufträgen. Doch wie das Leben als Wissenschaftler_in immer so ist, geht nicht alles gut. Der Kontakt bricht ab und schwupps, bist du auf dich allein gestellt. Ab jetzt heißt es Überleben in einer Welt, die du gerade erst angefangen hast zu erforschen.

Subnautica: Below Zero wächst so gemächlich wie die Rostzapfen der Titanic

Seit dem 30. Januar 2019 entwickelt Unknown Worlds Subnautica: Below Zero zusammen mit der Community im Early Access auf Steam. Schon der Vorgänger besaß eine sehr lange offene Entwicklungsphase, in der die Einflüsse der Spielenden wertgeschätzt und integriert werden sollten, um am Ende wirklich auch eine faszinierende Welt mit unzähligen Möglichkeiten, Lebewesen und Aufgaben präsentieren zu können. Genau das scheint gelungen. Durchweg positive bis sehr positive Kritiken waren die Folge. Was also schon einmal gut funktionierte, muss nicht verworfen werden. Und so basteln die Developer abermals seit nunmehr zwei Jahren an ihrer offenen und riesig großen Unterwasserwelt. „Nach zwei Jahren, in denen wir das Feedback der Community umgesetzt und neue Funktionen und Inhalte hinzugefügt haben, freuen wir uns, die Spieler wieder in den Tiefen des Planeten 4546B willkommen zu heißen.“ so Ted Gill, Präsident von Unknown Worlds.

Update um Update wurden Funktionen verbessert, weitere integriert und die Welt mitsamt Story mit jedem Mal größer. In der letzten Februar Woche konnte die Geschichte im Seaworthy Update um die Crashed Ship Story erweitert werden. Neben etlichen technischen Verbesserungen fand nun auch der finale Soundtrack den Weg ins Spiel. Fast noch faszinierender als die reichhaltige Unterwasserwelt ist jedoch die Transparenz, die im Entwicklungsprozess immer mitschwimmt. Below Zero ist noch nicht fertig! Steht da zu Anfang auf der Steam Seite über das Spiel. Wer nicht mit Fehlern, technischen Schwierigkeiten und unfertigen Inhalten spielen möchte, solle liebend gerne auf das fertige Spiel warten. Und darauf musst du jetzt nun wirklich nicht mehr lange warten. Subnautica: Below Zero erscheint am 14. Mai 2021 auf Steam, PS5, PS4, Xbox Series X|S, Xbox One und Switch. Ich hol dann schon mal meinen Taucheranzug raus. Einmal im Wasser, muss ich ja nicht mehr weiter.

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