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OlliOlli World | Hals- & Beinbruch

Roll7 und Private Division bringen mit OlliOlli World den dritten Teil des Skateboard-Hits auf die Bretter der Videospiellandschaft.

Ich konnte mich nie wirklich lange auf Rollen halten. Jeder Versuch ein Skateboard zu nutzen, scheiterte in Sekunden. Ich musste mich also auf die digitalen Varianten fokussieren. Plötzlich waren alle Funsportarten zugänglich. Skateboards, BMX-Räder, Inlineskates, Surfbretter, alles war möglich. Zumindest hielt das so lange, bis dieses Videospielgenre von jetzt auf gleich von der Bildfläche verschwand und nur noch dürftig umgesetzt wurde. Nachdem im letzten Jahr das Remake der ersten beiden Tony Hawk-Titel die Fans erfreute, mag es seltsam klingen, dass davor ein kleiner Indietitel meine Vorliebe für diese Art von Spiel am Leben hielt. OlliOlli hatte zwar keine abgefahrenen Level, die erkundet werden wollten, keine beeindruckenden Charaktermodelle oder phänomenalen Stunts, doch trotzdem griff jedes Zahnrädchen wunderbar ineinander und hielt mich über Stunden vor dem Bildschirm.

Abfahrt, Hinfallen, Neustart!

Im Prinzip ging es für mich in OlliOlli um Perfektion. Jedes Level war eine Abfahrt, für die es die optimale Route gab. Durch die 2D-Optik ging es um Entscheidungen, wo die Grinds gesetzt wurden, auf welcher Ebene sich die besten Tricks umsetzen lassen und wie sich Kunststück um Kunststück am besten aneinanderreihen lässt. Von einem großartigen Soundtrack untermalt, fuhr ich denselben Abhang immer und immer wieder hinab, bis ich ihn komplett beherrschte und mich an die nächste Herausforderung wagte. Springen, grinden, Tricks umsetzen, hinfallen, von vorne. Der zweite Teil der Reihe setzte diesen Grad an Präzision einfach nur fort und versorgte mich erneut mit den gleichen Qualitäten. Bis heute schiele ich immer wieder auf das OlliOlli-Symbol in meinen Spielebibliotheken, nur um es für eine kurze, weitere Runde anzuwerfen.

Und nun ist es endlich soweit, dass ich mich einer komplett neuen Herausforderung stellen kann. Weg vom Pixellook schickt mich OlliOlli World in eine erstaunlich hübsch aussehende Cel-Shading Optik voller Pastellfarben. Die Level gewinnen etwas mehr an Tiefe, sind nun eher ein 2.5D-Spiel und geben mir so die Möglichkeit, in den Vorder- oder Hintergrund zu hüpfen. Dadurch bieten sich mehr Arten, eine Strecke zu fahren. Doch trotzdem scheint OlliOlli World spielmechanisch seinen Vorgängern treu zu bleiben. Etwas anderes hätte ich wahrscheinlich auch gar nicht gewollt. Der Trailer gibt mir direkt wieder großartige Musik auf die Ohren und zeigt das enorme Tempo, den großartigen Spielfluss, den ich mir von der Reihe erhoffe.

Zum Skateboarden braucht es Kälte und Schnee

Noch in diesem Jahr soll ich mich wieder auf das digitale Board stellen können, denn noch im Winter 2021 wollen Roll7 und Private Division OlliOlli World auf Steam, PS5, PS5, Xbox Series X|S, Xbox One und Switch veröffentlichen. Dann können endlich wieder High Scores gejagt oder Hügel entspannt abgefahren werden. Für mich steht daher außer Frage, dass ich im Winter wieder alte Skatepunkbands zum Einschlafen hören und meine Finger für flotte Kombinationen warmhalten werde.

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