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Beachhead 2020 | Wellenverteidigung in VR gepaart mit megalomanischer Simulation

Shooter trifft Cryptowährung und Virtual Reality: Ist Beachhead 2020 die Zukunft oder übernehmen sich die Developer?

Die 2000er waren eine simplere Zeit, in der Gaming noch mehr straight forward war. Eine Fülle von linearen Shootern kam auf den Markt, die in Zeiten von Open World und Games as a Service kaum denkbar wären. Darunter war auch ein kleines Machwerk namens Beachhead 2000, das lose auf dem Titel Beachhead von 1983 aufbaute, das Gameplay aber simpler machte. Die einzige Aufgabe lautete: Die Stellung halten, egal was kommt! Dabei saßen die Spieler_innen in einer Artilleriestellung samt Flak und wurden von tonnenschweren Schiffen, fetten Bombern und ähnlichem Kriegsgerät angegriffen. Nach ein paar obskuren Nachfolgern wurde die Marke aber aufgegeben – bis heute! Denn nun glauben die Entwickler_innen von Digital Fusion das ideale Medium für ein Sequel gefunden zu haben: Virtual Reality!

Endzeit 2020

Im Jahr 2020 entfaltet sich vor unseren Augen eine unfassbare Dystopie. Das Imperium von Despot Musso-Khan erstreckt sich über weite Teile der Erde und nur einige wenige Bastionen der freien Menschen stehen wie Felsen in der Brandung. Da Musso-Khan den Großteil der Ressourcen weiter Teile der Menschheit in sein Militär steckt, stehen dem Diktator unzählige Soldat_innen und modernste Kriegstechnik zur Verfügung. Wir befinden uns im Widerstand, in einer der letzten freien Städte. Befestigt bis zum Maximum und allzeit bereit müssen wir jeden Moment mit einer weiteren Invasionswelle des Tyrannen rechnen, denn wir befinden uns in einem Weltkrieg, der das Ende einer freien Menschheit bedeuten könnte.

Der einzige Weg, um standzuhalten, ist die Verteidigung der enormen Stadtmauer zu bemannen. Also begeben wir uns an eine Kanone unserer Wahl, setzen uns in ein MG-Nest oder aktivieren die Flugabwehr und ballern uns durch Wellen von unnachgiebigen Schießbudengegnern, die uns die KI entgegenwirft. Geplant ist seitens der Developer, dass bis zu sechs Spieler in der Vollversion gemeinsam die Gegnerwellen aufhalten dürfen. In der zuerst erscheinenden Early Access Version müssen wir noch allein in den Verteidigungskampf ziehen. Jedenfalls werden wir eine Portion Taktik mitbringen müssen. Damit Beachhead 2020 nicht komplett zur stumpfen Ballerorgie wird, gilt es auf Schilde, Munition und ähnliche Parameter zu achten.

Über die Stellung hinaus!

Um nicht in endlose Wiederholung zu verfallen will das Studio Digital Fusion das Gameplayrezept im Vergleich zu den alten Serienteilen stark ausbauen. Nach Niederschlagung eines Ansturms soll es uns demnach möglich sein unsere Stellung zu verlassen. Sodann wechselt die Kamera aus der Ego- in die Schulterperspektive und wir steuern unsere_n Fußsoldat_in über den Strand, um die letzten Feindzellen auszumerzen. Je nach unserer Leistung bekommen wir nach getaner Arbeit einen Sold zugesprochen. Den benötigen wir nicht nur um uns Ausrüstung zu besorgen, wie in anderen Shootern. Denn in der Endfassung soll Beachhead 2020 eine ausgeklügelte Ökonomie in der Festungsstadt bieten, die uns Rekreation und mehr bieten wird.

In diesem Zuge soll die Stadt frei begehbar werden und mit der Zeit sind weitere Distrikte in Planung. Einkaufsmeilen sollen sich neben Sportstadien und Wohnungsvierteln einreihen. Die Spieler_innen sollen offenbar ihr eigenes Wirtschaftssystem in diesem VR-Multiplayer Universum entwickeln. Dabei spielt sogar eine eigene Währung eine Rolle, die auf der Blockchain-Technik basiert. Gleichzeitig zum Militärdasein werden wir also eine Karriere als Händler_innen und Unternehmer_innen hinlegen können. Da diese Währung einen Wert in der realen Welt haben wird, soll sich die Wirtschaft innerhalb des Spiels auch auf Transaktionen im Internet ummünzen lassen. Denkbar wäre also ein An- und Verkauf bestimmter Items auf Basis dieser Währung, allerdings werden findige „Goldfarmer“ diese Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen, um die BHC genannten Coins in Echtgeld umzuwandeln.

Beachhead 2020 als großes Konzept

Digital Fusion werden nicht müde die Grandiosität ihres Projekts zu bewerben. Von einem großen evolutionären Schritt ist die Rede, einer neuartigen Erfahrung. Die erste natürliche Reaktion auf den Auftritt von Beachhead 2020 ist Erstaunen, dann Skepsis. Sofort muss ich gedanklich parallelen zu Star Citizen ziehen. Auch in diesem Fall soll der Anschein einer parallelen Realität in Spielform geweckt werden. Fakt ist, die Zukunft wird zeigen, ob in Beachhead nach und nach eine tolle Welt entsteht, oder ob die VR-Kanone ein Rohrkrepierer bleibt. Auch ohne VR-Brille kann die futuristische Welt betreten werden. Dann stellt sich aber die Frage, wie die Spielerfahrung in einem für VR optimierten Early Access Titel ausfällt.

Die Roadmap des Wellenshooters ist klar: In kurzer Zeit startet die Early Access Version. 2021 werden erweiterte Features wie kommandierbare Kriegsschiffe und Drohnen, sowie Mehrspielerkämpfe hinzugefügt. Außerdem soll es zu diesem Zeitpunkt möglich sein Mitspieler in deren Bunker besuchen zu können, quasi als Vorstufe zur interaktiven Parallelwelt. 2022 wird es laut Roadmap ernst. Hier widmen sich die Entwickler_innen der völlig begehbaren Stadt, aus der die Ökonomie des Spiels entstehen soll. Aber all das ist noch Zukunftsmusik. Am 15. Dezember 2020 könnt ihr in die Early Access Phase von Beachhead 2020 auf Steam einsteigen. Ich empfehle euch außerdem, die Website des Spiels zu besuchen, um das geplante Konzept genauer zu verstehen. Ob das hier ein ganz großer Wurf wird oder klanglos untergeht, könnt ihr dann vielleicht selbst besser beurteilen.

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