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Magin: The Rat Project Stories Preview | Magisches Gossenkind

In einer feindlich gesinnten Welt übernehmen wir in Magin: The Rat Project Stories die Rolle des magisch begabten Tolen.

Deckbuilding Spiele scheinen im Moment beliebt. Nachdem Slay the Spire letztes Jahr einen mittleren Hype ausgelöst hat, versuchen viele Indie-Entwickler_innen diesen Ansatz zu verarbeiten. Ich kann den Anreiz gut verstehen, denn mit dieser Mechanik lässt sich viel machen. Von Strategie, über Roguelike, bis hin zu RPGs ist alles dabei. Magin: The Rat Project Stories bietet aber einen Ansatz, den ich so noch nicht gesehen habe und das macht mich neugierig. Es verbindet die bekannten Elemente eines Point-n-Click-Adventures mit dem rundenbasierten Kampf eines Rollenspiels. Dabei gehen beide Seiten des Spiels nahtlos ineinander über und beeinflussen sich gegenseitig. Ich habe die Demo gespielt, um für euch in die Welt von Magin einzutauchen

Alleingelassen in Magin: The Rat Project Stories

Alles beginnt damit, dass der Junge Tolen von einem Alptraum erwacht. Kein Wunder, sein Leben ist nicht gerade rosig. Seine Mutter trinkt zu viel und ist gerade nicht zuhause. In der Wohnung suchen wir nach Hinweisen auf den Aufenthaltsort von Frau Mama.
Im Stile eines Adventures gehen wir in einer 2D-Kulisse herum und interagieren per Mausklick mit interessanten Objekten. Dynamische Comic-Panels bringen uns die angeklickten Dinge näher und Tolen gibt seinen Kommentar dazu ab. Diese bewegten Comic-Panels kommen auch in Dialogen und bei sonstigen Story-Ereignissen zum Einsatz. Ein düsterer Comicstil setzt das Spiel detailreich in Szene. Schließlich findet Tolen einen Brief, der an die Mutter adressiert ist. Wir machen uns also auf zur Taverne, dem vermeintlichen Aufenthaltsort unserer Mama.

Kleinere Entscheidungen im Spielgeschehen beeinflussen Tolens Verhalten. Wir können ihn ängstlich oder neugierig handeln lassen. Eine moralische Leiste verschiebt sich dann entweder in die eine oder andere Richtung. Diese Ausrichtung wird uns im Kampf abermals begegnen. Aber bevor ich Tolen in den ersten Kampf schicke, sterbe ich auch ohne Feind erstmal. Ich klicke solange auf einen Betrunkenen vor der Taverne, bis er Tolen entnervt zusammenschlägt. In dieser Welt darf ich offenbar auf kein Mitgefühl hoffen. Das einzig Gute an der Situation: Als der Randalierer Tolen eine Ohrfeige verpasst, bekommt dieser eine neue Karte für den Kampf. Die ohnmächtige Wut können wir so später kanalisieren, sollten wir sie brauchen. Durch die vom Besoffenen blockierte Tür gelangt Tolen also nicht in die Taverne. An der Seite des Gasthauses findet sich dann aber eine von Fässern verdeckte Lücke. Natürlich kommen wir dann doch nicht so einfach hinein. Eine Gruppe Ratten greift uns an!

Die Essenz von Magin

Im rundenbasierten Kampfmodus greifen wir auf Karten zurück, die wir im Adventure-Teil des Spiels erhalten haben. Jede Karte ist dabei einer der Seiten der Persönlichkeitsleiste zugeordnet – lila für Angst und orange für Neugierde. Je weiter sich Tolen in Magin auf der Seite der Angst befindet, desto mehr Schaden teilt er aus. Ist der Junge hingegen neugierig veranlagt, regeneriert sich die Essenz schneller, die er für mächtige Spezialeffekte verbraucht. Denn Tolen ist magisch begabt. Die Essenz ist eine gefährliche Waffe, die ihn auch unter den Menschen dieser Welt gefürchtet werden ließe. Die Ratten jedenfalls plätten wir ohne Probleme. Ein komischer alter Kauz hat unseren Kampf beobachtet und versucht Tolen davon zu überzeugen ihn zu begleiten. Er wirkt wie ein Zauberer und kann dem einsamen Buben vielleicht weiterhelfen.

An dieser Stelle endet die Demo und lässt mich mit einem guten Eindruck zurück. Der Mix aus einem klassischen Adventure mit Entscheidungsfreiheit und dem aus anderen Deckbuilding Spielen bekannten Kampfsystem spielt sich spitze. Die beiden Systeme greifen mithilfe der Angst/Neugierde-Mechanik nahtlos ineinander über. Die Welt von Magin: The Rat Project Stories ist kompromisslos Dark-Fantasy und erinnert stark an das grandiose A Plague Tale: Innocence. Die Art Direction der polnischen Developer rund um Visual Artist Michal Pietralik ist inspiriert von Darkest Dungeon, lässt dabei aber laut eigener Aussage Anime-Stil einfließen. Ein Rezept also, dass einem zukünftigen Indie-Hit zugrunde liegen könnte?

Magin: The Rat Project Stories auf Kickstarter

Zur Zeit läuft zu Magin: The Rat Project Stories eine Kampagne auf Kickstarter, die ihr unterstützen könnt, sollte euch das Deckbuilding-Adventure-RPG ansprechen! Um euch selbst zu überzeugen, steht auf Steam die Demo bereit. Doch die Demo entspricht nur einem kleinen, exemplarischen Einblick in die Welt von Magin. Im fertigen Game wird es abgesehen von einer Fülle an Karten, aus denen wir unser persönliches Deck kreieren, noch einen weiteren spielbaren Charakter geben. Der zynische Elester, Assassine des Syndikats soll sich dann ebenfalls steuern lassen.

Fast 600 Menschen finanzieren die Entwicklung von Magin schon. Knapp die Hälfte der angepeilten 42.000€ sind eingesammelt, doch die Entwickler_innen des Deckbuilding Abenteuers brauchen eure Hilfe, denn die Finanzierung muss bis zum 13. Juli 2020 abgeschlossen sein, damit das Spiel entstehen kann. Eventuelle Stretch Goals gibt es auch schon. So soll das Spiel voll vertont werden, um die Atmosphäre der mittelalterlichen Welt noch besser zu transportieren. Wenn ihr schnell seid, bekommt ihr das vollständige Spiel zum reduzierten Preis mit der Earlybird-Backer Variante für umgerechnet ca. 9,00€. Der Release des Spiels wird für das vierte Quartal 2021 angepeilt, sollte die Kickstarter-Kampagne dank euch erfolgreich verlaufen.

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