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For the People | Utopie oder Diktatur?

In For the People müssen wir unsere Stadt kommunistisch reformieren und Prioritäten setzen. Wird die Partei dem Volk dienen?

Es wird auch heute noch viel diskutiert über Vorteile und Nachteile verschiedener Wirtschaftsformen, obwohl der Kapitalismus sich weitgehend etablieren konnte. Die meisten Leute sehen die gescheiterten totalitären Regime des 20. Jahrhunderts als Beweis dafür, dass der Kommunismus nicht funktionieren kann. In For the People von Publisher 101XP aus Moskau ist es nun unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass unser kommunistisches Städtchen aufblüht.

Alles für das Volk?

Als frisch gewählte_r Bürgermeister_in starten wir in For the People ins Spiel. Idealistisch und voller Tatendrang gilt es nun in der Gemeinschaft Oranger Kollektive Reformen anzustoßen. Oder seid ihr etwa aus purer Machtgier angetreten? Auch eine tyrannische Einzelherrschaft ist möglich, wenn ihr euer Gewissen abschalten könnt. In jedem Fall werdet ihr schwerwiegende Entscheidungen treffen müssen, denn jedem könnt ihr es als Bürgermeister_in nicht Recht machen. Ob ihr dabei radikal reformiert und alle Macht dem Volk gebt oder die Partei in den Mittelpunkt stellt. ist euch überlassen.

Eisen-1 ist der Name unserer Domäne und jeder Bezirk hat eigene sozialpolitische und ökonomische Bedürfnisse. An Herausforderungen wird es in unserer Amtszeit also bestimmt nicht mangeln. Dabei stellt das Entwicklerstudio Brezg Studio aus St. Petersburg sicher, dass wir uns vor moralisch schwierigen Situationen nicht mehr retten können. Stellt euch folgende Situation vor: Ein alter Mann wird von einer Gruppe Schläger angegriffen. Verfolgt ihr die Verbrecher mit der Härte des Gesetzes? Oder wollt ihr die Situation nutzen und dem Alten unterstellen, er sei ein Gegner des Regimes gewesen und so eure Widersacher zum Schweigen bringen. Fünf verschiedene Enden erwarten uns und werden zum mehrmaligen Durchspielen mit unterschiedlichen Prioritäten einladen.

Zeichen der Zeit in For the People

„For the People ist im Moment ein sehr aktuelles Spiel, da die politischen Unruhen scheinbar ein Allzeithoch erreicht haben“, kommentiert Olga Makusсhenko von 101XP, „Es vergeht kaum mehr ein Tag, an dem man nicht hört, wie Menschen über Dinge wie Ungleichheit und politische Anführer diskutieren. Hier in Russland haben wir in den letzten Jahrzehnten drastische Veränderungen in den Regierungssystemen erlebt, deshalb wollten wir ein Spiel entwickeln, das diese Machtsysteme erkundet. Wir hoffen, dass For the People die Menschen dazu bringt, über all die widersprüchlichen Aspekte nachzudenken, die bei der Arbeit in der Politik ins Spiel kommen“.

Ich bin schon gespannt auf mehr Strategie mit harten Entscheidungen, die unsere ethischen Grenzen strapazieren. Ich sage nur Kinderarbeit in Frostpunk. Wenn das 12-köpfige Team des Brezg Studio die menschlichen Schicksale in Eisen-1 so beleuchtet, dass ich mir wirklich den Kopf darüber zerbreche, wie ich meinen Ort entwickeln will, könnte For the People für mich persönlich ganz groß werden. Je härter die Entscheidungen und deren Auswirkungen, desto besser.
Vom 16.-22. Juni 2020 können wir uns schon mal ein eigenes Bild des Strategiespiels machen. Während des Steam Game Festivals steht eine Demo zum Anzocken bereit. Später im Jahr 2020 wird For the People dann auf Steam erscheinen.

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