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Coffee Talk | Kaffee zubereiten und den Gästen zuhören

Was VA-11 HALL-A für die Mixologen ist, wird Coffee Talk für die Barista und Kaffeejunkies.

Ich bin bekennender Fan der Cyberpunk Bartender Action VA-11 HALL-A (sprich Valhalla) von Sukeban Games. Hinter der Theke stehen und den Gästen von den Lippen oder manchmal von der Stimmung her ablesen, welcher Drink ihnen gerade am besten schmecken würde ist überraschend befriedigend. Zudem ist es motivierend die Charaktere hinter den Gästen kennen zu lernen. Nun serviert uns Toge Productions bald Coffee Talk und hat auch schon eine spielbare Demo auf itch.io veröffentlicht. Das Feedback fließt direkt ins Spiel wie aufgeschäumte Milch. Mit ihr darf sogar Latte Art gezaubert werden.

Coffee Talk – „Life is too short for bad coffee“

Die initiale Idee, anderen Menschen das entspannende und beglückende Gefühl zu vermitteln, ein wärmendes geliebtes Heißgetränk am Fenster zu genießen und einfach mal du selbst sein zu können hat Mohammad Fahmi dazu bewegt, im firmeninternen Game Jam Coffee Talk vorzuschlagen – und die Idee war so beliebt, dass nun ein ganzes Spiel daraus geworden ist.

Inspiriert von der gemütlichen Atmosphäre des Lieblingscafés, Lo-Fi Chill Hop Jazz und der 90er Anime-Ästhetik wurden verschiedene Prototypen erstellt.
Aber erst nachdem die Entwickler_innen sich mit Sukeban Games über VA-11 HALL-A unterhielten, wurde die Sorge abgelegt, zu wenig Spiel und zu viel Visual Novel zu erschaffen.

Toge haben mit ihren anderen Spielen bisher eher Spiele mit viel Gameplay-Mechanik entwickelt. Sie fürchteten, dass die Spieler_innen ein zurückhaltendes Gameplay wie in Coffee Talk nicht mögen würden. Sukeban konnten versichern, dass gerade der Minimalismus in ihrem Bartending-Novelspiel genau richtig war und sich kein Gameplay Element aufgezwungen angefühlt hat.

„You can’t buy happiness. But you can buy coffee and that’s pretty close“

Im Seattle 2020 entfalten sich die Träume und Geschichten der Einwohner im Café, das erst abends öffnet. Je nachdem, wie die Gäste behandelt und bedient werden, ändern sich die Storystränge der Figuren, die laut Devblog schon mehrere Stadien in ihrer Entwicklung durchlaufen haben.

Lead Artist und Character Designer Dio Mahesa arbeitet viel aus dem Herzen heraus, entwickelt die Figuren aber zusammen mit den Autoren des Spiels, damit die Geschichten hinter den Gesichtern auch visuell zum Konzept passen. Komponist und Sound Designer Andrew Jeremy unterstützt dies in einer ebenso detailverliebten Art und Weise wie es bei Sukeban’s VA-11 HALL-A geschehen ist: genau wie im Cyberpunk-Bartending-Pendant kann der Soundtrack der Schicht im Café individuell beim Spielen geändert werden. So fühlt es sich wie eine persönliche Playlist an und das wohlige Gefühl, die Atmosphäre beeinflussen zu können, schlägt sich auf die Figuren, aber auch auf den Spielstil nieder – heute ist mir nach Jazz? Also passe ich meine Playlist an.

Als ehemaliger Barista in meinem eigenen Café kann ich bestätigen: das ist es, was die Motivation ausmacht. Egal wie stressig das Servieren und Zubereiten werden kann, der richtige Soundtrack macht alles erträglich und entspannter. Pro-Tipp: Barry White. Der holte mich immer runter. Den gibt’s bei Coffee Talk nicht, aber Andrew Jeremy’s chillige Lofi Jazz Hop Kompositionen.

„Kaffee dehydriert den Körper nicht aus. Ich wäre sonst schon Staub“ – Franz Kafka

Ich kann es kaum abwarten die Bartending-Novel zu spielen. Toge Productions aus Indonesien werden Coffee Talk voraussichtlich im ersten Quartal 2020 auf Steam (wo du es ebenfalls bereits deiner Wishlist hinzufügen kannst), PS4, Xbox One und Switch veröffentlichen.

Amazon Japan listet bereits eine physische Version für PS4 und Switch von Publisher Chorus Worldwide. Ob der Westen das Spiel auch zum Anfassen bekommt oder ausschließlich in digitaler Version ist über die Entwicklerseite nicht einsehbar. Bis dahin können wir uns trotzdem schon mal mit der Demo wachspielen und uns auf den Release freuen. Es wird heiß, sage ich Euch!

Autor: Dennis Strillinger

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