Alibabe | Die wirre Monty Python Sci-Fi Fabel im Adventure Style

ali_promo_wallpaperFabeln und Märchen erzählen mit belehrender Absicht von wundersamen Begegnungen. Was aber, wenn diese Begegnungen gar nicht Folge eines kreativen Ergusses sind, sondern Nacherzählungen von einer Reise in ein Paralleluniversum? 

Sicher ist, dass nichts sicher ist. Außer die Renten natürlich! Um die geht es hier aber zur Abwechslung mal nicht. Du glaubst also nicht, dass ein Paralleluniversum mit Fabel- und Märchenwesen möglich ist? Dass dann auch noch der unwahrscheinliche Unwahrscheinlichkeisdrive eine Person dort hingebracht hat? Dass diese Person auch noch in der Lage war, diesem Universum zu entkommen und zu allem Überfluss dann auch noch die Fähigkeit besitzt, Geschichten von dort in äußerst prägnanter Weise zu verschriftlichen?

Gut, denn jetzt hast du in etwas das Dilemma im Blick, das die Protagonistin in „Alibabe“ dem örtlichen bösen Wolf oder Genie dem Flaschengeist nahezubringen versucht, um wieder einen Weg in ihre Welt zu finden. Denn in der cyberpunkigen Parallelwelt, in der sie da gelandet ist, leben ausschließlich Fabelwesen und Märchenfiguren. Wie kommst du also in dieser neuen Umgebung klar, in der es auf dem Wochenmarkt sprechende Spiegel, betäubende Äpfel oder wirre Kristallkugeln, die dir deine Zukunft voraussagen gibt. Und gleich nebenan ertränken die berühmtesten Erfinder zusammen mit eben genannten Genie ihre Alltagsprobleme in Alkohol.

In einer weit entfernten Zukunft wurde das hoch technologisierte Land der Fabeln eigentlich von gutherzigen Menschen regiert, die mittels einer mächtigen Maschine allen Bewohner_innen eine Auswahl an Emotionen bereitstellte. Es sollte das Verhalten dieser definieren und ihr Leben mit Glück und Zufriedenheit füttern. Doch eine böse Königin übernahm das Königreich und benutzte diese Technologie für ihre eigenen Zwecke. Seither manipuliert sie die Bewohner_innen. Das Leben ist nur noch eine Illusion extremer Glücklichkeit. Ein Zustand, der den politischen Intrigen der Königin zu Gute kommt.

Im der Welt von „Alibabe“ kannst du als Protagonistin mit den Bewohner_innen der Fabelwelt kommunizieren und durch eventuell auftretende Themen oder sich verändernde Gegebenheiten das jeweilige Emotionsset ändern. Auf der Gamescom präsentierte Radomir von Gspot Studios aus Poznan, Polen (die aber dort nur ihre Basis haben und aus ganz Polen agieren) beispielsweise eine Szene, in der du vorerst nicht mit einem Wesen in Kontakt treten kannst. Nachdem du aber mit einer nebenstehenden weiteren Person ins Gespräch kommst und dessen Schwanz sich fröhlich bewegt, wird die Erste Gestalt aktiviert. Sie will sich nun bei dir über den Gestank, den der Schwanz des Wesen zu ihr befördert, beschweren. Ein Thema zur Einleitung in ein Gespräch ist gefunden.

„Alibabe“ ist ein Adventure mit einem großen Batzen frischer Gameplay-Ideen. Der Austausch oder die Veränderung der Emotionen für neue Spielsituationen klingt nach spaßig, puzzleligen Situation. Alibabes generelles Design zwischen Neuschaffung und Interpretation bereits gängiger Charaktere wirkt in seiner eigenen sketchigen Art absolut spannend. Ein Fabel-Sci-Fi Adventure, das sich Monty Python, Terry Pratchett, die Gebrüder Grimm, Andersen und Perrault nach einer durchzechten Nacht am Tisch mit dem gestiefelten Kater und Schneewittchen nicht besser hätten ausdenken können. Allerdings musst du das Team von Gspot noch ein wenig in Ruhe werkeln lassen. Erscheinen soll Alibabe irgendwann im Sommer 2020!

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