Die Besten Serien 2017 | Nur noch eine Folge! Wirklich nur eine!

Beste_SerienTeil Drei des Bestenlistenwahn 2017 und damit schon der vorletzte. Damit wir alle endlich beruhigt und frisch das Jahr 2018 bestreiten können, kannst du dir nun unsere liebsten Serien des Jahres 2017 näher betrachten.

Und in diesem Fall haben wir tatsächlich gebingewatched wie die Weltmeister! Netflix-Abo sei dank. Wie konnten wir nur so lange ohne? Immerhin greifen wir nun seit ca. 1 ¼ Jahren auf den unendlich scheinenden Pool aus hochklassigen Serien zu. Hätten wir unsere Nummer 1 Serie in diesem Jahr nicht vier Mal komplett gesehen, wer weiß, welche Episodensammlungen noch bedacht werden müssten?

Anders als bei den Filmen sind einige Serien von 2017 zusammengekommen, weswegen du hier eine klassische TOP 10 des Jahres vorfindest. Durch diese Einordnung sind aber Serien wie Shameless, Black Mirror oder Jessica Jones rausgeflogen. Entweder haben wir die neue Staffel noch nicht gesehen oder es gibt sie nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass zumindest erstere potentiell drin wären. Shameless beispielsweise wurde in wenigen Wochen verschlungen. Ganze sieben Staffeln.

Aber genug gequatscht und direkt rein in die Liste, die zwar viele Netflix-Inhalte bereithält, aber tatsächlich nicht nur. Also keine Angst wenn du kein Netflix-Abo besitzt.

10. Glow Staffel 1

Das 80er Revival. Auch 2017 noch so heiß wie dein Kamillentee, der dir dabei hilft, die fiese Wintergrippe zu beseitigen. Aber 80er plus Wrestling plus weibliche Protagonsitinnen plus wunderbare Authentizität und die Schreiber_innen von Orange Is The New Black? Kann nur gut gehen. Auch wenn sich die Serie etwas Zeit nimmt, um zu zünden. Dann aber so richtig.

 

9. Doctor Who Staffel 10

Spät haben wir die 10. und letzte Staffel des 12. Doctors in die Finger bekommen. Der Grund? Das nahende Weihnachtsspecial. Bisher konnte ich mich nie so richtig mit Peter Capaldi anfreunden. Die grandiosen Geschichten und die zwischenmenschliche Harmonie im Zusammenspiel mit seiner neuen Begleitung änderten das. Und dann auch noch Nardole’s liebevolle Art als Kirsche auf das Frosting des Schoko-Cupcakes? Das war zu viel des Guten. Der 12. Doctor und seine charmanten Begleiter_innen haben mein Herz erobert.

 

8. Lemony Snicket’s: A Series Of Unfortunate Events Staffel 1

Ich hab noch immer keine Ahnung, wie dieses absurde Stückchen „Filmkunst“ entstanden ist. Naja gut, so viel, dass es eine ebenso mysteriöse Buchvorlage gibt. „A Series Of Unfortunate Events ist anders und skurril, sieht dabei völlig surreal aus und bildet prägnante Figuren, die dir auch noch Monate nach dem Ansehen das Gehirn zuträllern. Schön, dass es schon im März mehr von Count Olaf und den Baudelair Geschwistern zu sehen gibt.

 

7. F Is For Family Staffel 2

„Saying each others names again?“ Eine einfache amerikanische Familie in den 70ern schlägt sich durch den frustrierenden Alltag. So einfach, so langweilig und doch so überaus hervorragend und detailliert umgesetzt. Auch die zweite Staffel bastelt aus liebevollen Storylines und wundervollen Charakteren eine dichte und schräge Erzählung zusammen. Humor der aus der Situation entsteht und nicht mit dem Holzhammer dein Lachen fordert.

 

6. 13 Reasons Why Staffel 1

Intensiv, aber äußerst wichtig, mit schönen, aber auch absolut schrecklichen Emotionen übersät. Eine 13-teilige Serie, die sich vorsichtig aber auch eindringlich den Themen Mobbing, Depressionen und Suizid zu nähern versucht und aufzeigen mag, dass auch Dinge, die für andere eine Randnotiz darstellen, sich immer weiter aufschaukeln und ein Leben zerstören können. Explizite und gewaltige Bilder erwarten dich hier, sogar mit Ankündigung. Eine der wichtigsten Serien des Jahres, die aber nicht jede_r ausnahmslos unbeteiligt wegsteckt und vor allem verkraftet. Zudem schaust du die Buchverfilmung 13 Reasons Why lieber in Gesellschaft, um nachher eventuellen Gesprächsbedarf zu klären.

 

5. Sense 8 Staffel 2

Die zweite Staffel Sense 8 geht tiefer. Du lernst Charaktere weiter kennen, tauchst tiefer in die Zusammenhänge und bekommst sogar die Existenz weiterer Cluster präsentiert. Unglaublich gutes Schauspiel, wundervolle Bilder und ein Storygebilde, das wahrscheinlich nur eine Wachowski so hinbekommt, bei der dir aber auch nach 2-3 Folgen der Kopf explodiert, ob der Komplexität. Ein wunderschönes Stück Fernsehgeschichte, das nun leider nach einem noch ausstehenden finalen Film in der Erinnerung hängenbleibt. Wir werden es aber weiter tragen und fühlen uns mit dieser grandiosen Serie tief verbunden. Welcome To Last Week ist ein offenes Cluster. Besucht uns doch mal!

 

4. Gotham Staffel 4

Wir haben alles in einem Rutsch durchgeschaut. Staffel 1 – 4, wobei letztere nun zur Hälfte beendet ist. Das ganze Konstrukt auseinander pflücken? Fast unmöglich. Doch die Entwicklung des Bruce Wayne und auch die des James Gordon macht unglaublichen Spaß. Dazu ein herausragender Penguin und immer mal wieder zwischendurch Gerome Valeska. In dieser Staffel bekommst du den zerrütteten Bruce zu sehen und immer wieder vielschichtige Persönlichkeiten. Und wegen uns braucht sich DC nur noch auf diese Serie zu konzentrieren oder sich eine gewaltige Scheibe für die Filme hier abschneiden und weniger im Marvel Cinematic Universum. Seid eigen DC, bitte!

 

3. Better Call Saul Staffel 3

Better Call Saul wächst von Staffel zu Staffel. Immer mehr wird Jimmy McGill zu Saul Goodman. Immer verrückter sein Bruder. Das Breaking Bad Spin-Off ist anders, ruhiger, aber es belohnt dich mit jeder Sekunde. Zwischenmenschliche Beziehungen, großartiges Storywriting und Details, die beide Serien langsam, sehr langsam aber plausibel miteinander verbinden. Background-Storys und wundervolle Kamerafahrten gepaart mit ausgezeichnetem Schauspiel. „Need a will? Call McGill!“ Platz 3 in 2017 und der Aufstieg in die Reihe der Lieblingsserien.

 

2. Stranger Things 2

Eines der Serien-Highlights des Jahres. Wundervolle Charakter-Entwicklungen, tiefere und unvorhergesehene Beziehungen zwischen diesen. Die Liebe zum Detail der 80er und die komplette Authentizität schaffen eine Atmosphäre, die Einzigartig erscheint. Dazu immer wieder schlau eingebundene Hommagen und ein starkes Storywriting. Nur eine Serie konnte sich 2017 noch vor diesem großartigen Stück platzieren.

 

Was es nicht ist? Die angesprochenen Black Mirror und Shameless haben wir in Staffel 4 und 8 noch nicht gesehen. Die wundervolle Netflix Produktion The OA ist knapp, sehr knapp am Einzug in die TOP 10 gescheitert. The Get Down lies in Part B für mich leider etwas nach und lies mich nicht mehr gänzlich in der Geschichte versinken, die mir nun zu sehr auf die Disco-Karriere ausgelegt war. Zu wenig Ghetto und Hip Hop. The Fosters verstricken sich immer mehr in ihren absurden und wenig nachvollziehbaren Erzählsträngen, leider. Orange Is A New Black war dicht, aber zu lang mit einem Aufstand über drei Tage beschäftigt. Big Mouth war nett, Castelvania wenig zielführend und Abstract äußerst interessant für Design begeisterte Menschen. Jessica Jones war zudem nicht von 2017 aber trotzdem wunderschön, gerade mit zunehmender Screentime des Gegenspielers Kilgrave, der von unglaublichen David Tennant gespielt wird.

Was also bleibt da für Platz 1 der Hitliste des Jahres 2017? Eigentlich bleibt nur eine Serie. Genau die eine, die schon oben genannt wurde und mit 48 Folgen auf insgesamt nahezu 200 Plays in meiner Jahresübersicht kommt.

 

1. Bojack Horseman Staffel 4

Selbstzerstörerisch, depressiv, humorvoll, schlau und absolut liebenswert. Eine weitere Staffel mehr mit Bojack, Todd, Diane, Mr. Peanutbutter und Princess Caroline. Eine weitere Staffel die so unglaublich gut konstruiert ist, dass kleinste Details vom früheren Verlauf eine Bedeutung erhalten. Staffel 4 geht tiefer in die Familienzusammenhänge des 90er Stars Bojack Horseman, lässt Todd zu sich selbst finden und das Traumpaar Diane und Mr. Peanutbutter in arge Bedrängnis geraten. Die Schreiber_innen von Bojack haben einen sehr genauen Blick auf die Hollywoo-Szene, auf Beziehungen, Kontroversen und für psychische Krankheiten. So entsteht ein Mix aus Tragik, Komödie, Drama, absolutem Spaß und somit das Beste, was das Fernsehen in der letzten Zeit hervorgebracht hat.

*Alle Inhalte wurden in der originalen Version geschaut, wesewegen wir – mit Außnahme von Bojack Horseman, die auf Deutsch wenig empfehlenswert erscheint – die Synchronisation nicht beurteilen können.

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