Kainga: Seeds of Civilization | Bauen, lernen, von vorn anfangen

Mit Kainga: Seeds of Civilization kreiert Solo-Entwickler Erik Rempen einen kurzweiligen City Builder. Dabei braucht er Unterstützung!

Schon beim Aussprechen des Wortes Städtebausimulation muss ich ein Gähnen unterdrücken. Allein das Wort ist irgendwie unsexy. Zwar schreit es einerseits nach Suchtfaktor, andererseits aber auch nach nie enden wollenden Sessions uns müden, tränenden Augen. Ein einzelner Mann möchte dem etwas eingestaubten Genre jetzt einen neuen Twist geben: Erik Rempen hat schon über 60 Länder bereist. Von der Vielfalt der verschiedenen Kulturen war er so fasziniert, dass er ihnen jetzt in seinem eigenen City Builder huldigen will. In Kainga: Seeds of Civilization ist kein Run wie der Vorherige. Du entscheidest über Erfolg oder Misserfolg deines Volkes, indem du dich anpasst. An die Leute, die Wetterverhältnisse, Flora und Fauna. Dein oberstes Ziel: Beschütze den Denker!

„All my life I‘ve been fascinated with ancient cultures from across the globe“ (Entwickler Erik Rempen)

Der Denker – The Thinker – ist der Anführer deines Dorfes. Etwas stereotyp ein alter, gebrechlicher Mann am Stock, der unter seinem Turban all das Wissen verbirgt, dass deiner Stadt das Überleben ermöglichen soll. Er hilft dir, neue Technologien zu entdecken und deine Bevölkerung bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Das kostet ihn Kraft, den die Bewohner_innen ihm durch das Veranstalten von Festivals zurückgeben müssen. Denn nichts ist wichtiger, als den Denker zu beschützen. Wie beim Schach ist er die zentrale Figur des Spiels: Stirbt er, ist deine Stadt am Ende und das Abenteuer vorbei. Anders als bei anderen City Buildern geht das in Kaiga: Seeds of Civilization relativ schnell. Jede Challenge ist auf 30 Minuten bis zu einer Stunde ausgelegt. Ist eine Session vorbei, wirst du in einer komplett neue Umgebung ausgesetzt, die anderen Gesetzen folgt und dir andere Skills abverlangt.

Dabei hat Entwickler Erik sich von seinen zahlreichen Reisen inspirieren lassen. Jede Welt hat eine einzigartige Kultur, eine einzigartige Landschaft und wird von einzigartigen Wetterphänomenen heimgesucht. Mit jeder Session wächst du an diesen Herausforderungen und lernst, dich an die jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Aber nicht nur Dürre, Schneefälle oder Überschwemmungen machen dir das Leben schwer. In jedem Territorium warten auch die unterschiedlichsten Tiere auf dich, die dir alles andere als wohlgesonnen sind. Wenn du clever genug bist, kannst du es allerdings schaffen, die Bestien zu zähmen und zu deinen Zwecken auszunutzen. Dann können sie dir nicht nur dabei helfen, landwirtschaftliche Aufgaben zu erfüllen, sondern auch feindliche Stämme in die Flucht schlagen und so deine eigene Bevölkerung beschützen.

Kainga: Seeds of Civilization kann jetzt auf Kickstarter unterstützt werden

Für mich klingen diese kurzen, abwechslungsreichen Sessions sehr erfrischend und hauchen dem sperrigen Begriff Städtebausimulation neues Leben ein. Je nachdem, welche Rohstoffe du entdeckst, in welcher Klimazone du dich befindest und welche Tiere auf dich lauern, wird dein Spielerlebnis komplett unterschiedlich sein. Erik Rempen hat den Stil der Roguelites bewusst simpel gehalten, um Zeit zu sparen und seine Vision möglichst schnell auf unsere Bildschirme zu bringen. Der Entwickler macht bis auf die Musik nicht nur alles selbst, sondern hat sich seine Skills auch noch vollkommen autodidaktisch angeeignet. Und das neben einem Vollzeitjob. Wenn du so viel Engagement unterstützen möchtest, solltest du bei der Kickstarter Kampagne von Kainga: Seeds of Civilization vorbeischauen, die am 18. Mai 2021 startet. Bis zum Herbst möchte Erik dann mit seinem City Builder auf Steam in den Early Access gehen. Bis dahin kannst du ja noch in ein paar Schachpartien üben, den König zu beschützen.

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