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Sephonie | Entdecke das Unentdeckte und finde dich selbst

Im 3D-Platformer Sephonie müssen wir Geschick beweisen und Verbindungen zu bisher unentdeckten Kreaturen herstellen.

Die Erde ist stärker als wir. Zwar heißt es oft „Die Menschen machen die Erde kaputt“ – und das stimmt ja auch. Aber bevor das passiert, wird die Erde uns einfach auslöschen.  Das sehen wir immer häufiger an Naturkatastrophen wie Tsunamis, Vulkanausbrüchen, Dürren, Überschwemmungen. Völlig nachvollziehbare Reaktionen auf das, was wir unserem Planeten tagtäglich antun. Anstatt das einzusehen und dem eigentlich Unumkehrbaren vielleicht doch noch etwas entgegenzusetzen, schießen die Reichen und Schlauen sich einfach ins All und versuchen, andere Planeten bewohnbar zu machen.

Logische Konsequenz oder vollkommen größenwahnsinniger Egoismus? Wenn ihr mich fragt, Letzteres. Trotzdem wären wir nicht hier, hätten mutige Köpfe nicht immer wieder versucht, Neues zu entdecken und fremde Gebiete zu erschließen. Aber wie gehen Forscher_innen damit um, wenn sie plötzlich bisher unbekannten Kreaturen gegenüberstehen – und was hat das alles mit uns selbst zu tun? Im neuen 3D-Platformer Sephonie des Entwickler_innen-Duos Melos Han-Tani und Marina Kittaka dürfen wir das am eigenen Leib erfahren.

Sephonie fordert eine Mischung aus Geschick und Intuition

Riyou Hayashi aus Japan, In-wen Lin aus Taiwan, Amy Lim aus Illinois – das sind die drei Biolog_innen, mit denen wir unsere Entdeckungsreise bestreiten. Gemeinsam sind sie zu einer Expedition aufgebrochen, um die bisher unbewohnte Region Sephonie Island zu erforschen. Dass ihr Schiff von einer mysteriösen, scheinbar übernatürlichen Macht zerstört wird und sie dort erst einmal nicht mehr wegkommen, war allerdings nicht geplant. Zumindest haben sie so allerhand Zeit, sich durch die tiefen, abwechslungsreichen Höhlen der Insel zu bewegen und alles genauestens unter die Lupe zu nehmen. Von rauen Steinlandschaften bis hin zu bunt bewachsenen und ziemlich tiefen Felsschluchten hat die unberührte Natur von Sephonie Island viel zu bieten. Unwegsames Gelände bedeutet aber auch, dass wir unsere Fähigkeiten geschickt einsetzen müssen, um von Fels zu Fels zu springen, zu hangeln oder wagemutig die Wände entlangzusprinten.

Ganz so unbewohnt, wie anfangs angenommen, ist das gewaltige Höhlennetzwerk allerdings doch nicht. Dort erwarten uns nämlich zahlreiche seltsame Kreaturen, die die Forscher_innen bisher noch nie gesehen haben. Wo aus Angst vor „dem Unbekannten“ sonst oft brachiale Gewalt angewandt wird, verfolgen wir in Sephonie einen sehr viel sympathischeren Ansatz: Um die außergewöhnlichen Spezies zu erforschen, müssen wir eine Verbindung zu ihnen aufbauen. Dazu haben die Entwickler_innen ein neuartiges Puzzle-System entwickelt, in dem wir verschiedenfarbige Puzzlestücke auf einem Spielbrett verbinden müssen. Jede der Kreaturen reagiert anders auf unsere Annäherungsversuche. Jedes der Puzzle stellt uns vor neue Herausforderungen, die nicht durch die eine, korrekte Lösung, sondern vor allem mithilfe unserer Intuition zu bewältigen sind.

Wie eine fast vergessene, verschwommene Erinnerung

Neben den zahlreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die unser Forscher_innen-Trio auf seiner Reise gewinnt, decken sie immer wieder auch spirituelle Geheimnisse auf. Obwohl die Kreaturen, Pflanzen und Eindrücke alle neu und einzigartig sind, setzen die Erlebnisse auch ihre ganz persönlichen, lang gehegten Träume, Wünsche und Gedanken frei. Die Biolog_innen merken nicht nur, wie ihre Beziehung untereinander immer stärker wird. Auch die Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur werden ihnen deutlich – eine unsichtbare Kraft, die alles zusammenhält. Das spiegelt sich auch in den Spielmechaniken wider: Neue Fähigkeiten erhalten wir nur, indem wir mit unserer Umwelt und den Kreaturen interagieren und eine immer stärkere Verbindung herstellen. Doch tief im Innern von Sephonie Island schlummert etwas, das all das zu zerstören droht. Eine Macht, die älter und stärker ist als alles, was Riyou, In-wen und Amy bisher kannten. Diese Macht bedroht nicht nur ihre neu geknüpfte Freundschaft, sondern könnte der ganzen Welt gefährlich werden.

Mit Sephonie erwartet uns ein Platformer, der die Story ganz klar in den Vordergrund rückt. Trotzdem betonen die Entwickler_innen, dass unser Geschick gefragt ist, um uns unseren Weg durch die verworrenen Höhlen zu bahnen. Doch obwohl die Story verspricht, aufwühlend zu werden, hat der Trailer eine seltsam beruhigende Wirkung. Das liegt nicht zuletzt an dem atmosphärischen Soundtrack von Melos Han-Tani, der schon fast eine Art Trance hervorruft. Auch die Puzzle-Sequenzen scheinen unseren Stresslevel nicht nach oben peitschen zu wollen, sondern als beruhigende Abwechslung zu den actionreicheren Platformer-Elementen zu fungieren. Alles in allem wirkt Sephonie wie eine etwas verwaschene Erinnerung an einen seltsamen Traum, den man schon kurz nach dem Aufwachen nicht mehr richtig greifen kann. Melos Han-Tani, Marina Kittaka und der Publisher Analgesic Productions versprechen, dass wir im zweiten, spätestens dritten Quartal des Jahres 2021 in diesen Traum auf Steam abtauchen können.

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